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Andacht in Zeiten der Corona-Krise

Andacht in Zeiten der Corona-Krise

Homeoffice – noch nie habe ich dieses Wort so oft gehört wie in diesen Tagen. Und nun zähle auch ich zu denen, die wegen Corona von zu Hause aus arbeiten dürfen und ins Homeoffice gegangen sind. Den ganzen Tag zu Hause, zusammen mit meiner Frau.

Andere erleben dies als Familie mit ihren Kindern – das ist eine außergewöhnliche Situation. Nach gerade einmal vier Tagen fühlt es sich zumindest für die Kinder noch so an wie Urlaub. Die Ferien wurden einfach nach vorne verlängert, nicht das schlechteste. Aber mal sehen, wie sich das noch entwickelt. Bestimmt wird es nur dann wochenlang gut gehen, wenn alle sich Mühe geben und Rücksicht aufeinander nehmen.

Mut machen mir da auf jeden Fall die positiven Meldungen: in China ist die Luft wieder sauber, in Venedig das Wasser der Lagune so klar, dass man die Fische am Grund schwimmen sehen kann, und hier bei uns entdecken viele Menschen wieder ganz neu für sich, wie hilfsbereit sie im Grunde ihres Herzens doch eigentlich sind. Und wer weiß, was in diesen besonderen Tagen wohl so alles an besonderem entsteht?!

So wird auch der berühmte Isaac Newton einst gezwungen, ins Homeoffice zu gehen. 1665 schließt seine Universität wegen der grassierenden Pest. Der Rest ist Geschichte: Newton geht nach Hause und setzt sich dort unter einen Apfelbaum. Er sieht einen Apfel zu Boden fallen, formuliert das Gravitationsgesetz und revolutioniert damit die Wissenschaft.

Und selbst Jesus war im Homeoffice. Ganz am Anfang seiner „Karriere“ zieht er sich für vierzig Tage in die Wüste zurück. Nicht gezwungen durch ein Virus, sondern ganz bewusst, um ungestört Zeit für sich und Zeit für Gott zu haben. Und erst, nachdem er diese besondere Zeit überstanden hat und durch den Teufel versucht worden ist, ist er bereit für die Aufgaben, die vor ihm liegen. Bereit für die Menschen, die sich von nun an um ihn drängen.

Homeoffice oder auch ganz allgemein eine Zeit, in der wir zu Hause bleiben und lernen, mit uns selber und mit den Menschen, die um uns sind, auszukommen, kann also durchaus auch ein Gewinn sein. Wir können gestärkt daraus hervorgehen und mit der neuen Erfahrung, was wir alles haben könnten, wenn wir es nur wollen: Saubere Luft und klares Wasser. Und wer wir sein könnten und wer wir im Grunde unseres Herzens doch eigentlich sind: hilfsbereite Menschen.